Winterliche Wohnszene mit Kaminfeuer, Decke und gedämpftem Licht, darüber der Titel „Zyklus in der Weihnachtszeit: Wie Stress, Essen und Routinen den Körper beeinflussen“

Zyklus in der Weihnachtszeit: Wie Stress, Essen und Routinen den Körper beeinflussen

Zählen Dezember und die Weihnachtszeit für dich zur stressigsten Zeit des Jahres? Damit bist du nicht allein. Zwischen Erwartungshaltungen, Veranstaltungen und Jahresabschluss bleibt das eigene Wohlbefinden bei vielen schnell auf der Strecke. Hinzu kommen kürzere Tage, weniger Sonnenlicht und veränderte Ernährungsmuster. All das wirkt sich spürbar auf deinen Körper und deine Energie aus. Gerade in der Weihnachtszeit zeigt sich oft, wie sensibel der Zyklus auf Stress, Schlaf und veränderte Routinen reagiert.

Ist dein Zyklus in der Adventzeit besonders sensibel gegenüber Stress?

Wenn die Vorweihnachtszeit vorbei ist, fängt die stressigste Zeit meist erst an. Die Weihnachtsfeiertage stehen bevor: Feiern, viele soziale Interaktionen, Essen ohne Ende und wenig Zeit für dich.

Wie belastend oder tragfähig diese Tage erlebt werden, hängt auch davon ab, in welcher Zyklusphase du dich befindest. Jede Zyklusphase bringt ihre eigenen Stärken mit sich. In der Follikelphase hast du oft mehr Energie und soziale Termine fallen dir leichter. In der Lutealphase kann der Hunger groß werden – perfekt für üppigere Mahlzeiten. Behalte diese Unterschiede im Blick und sei dabei nachsichtig mit dir und den eigenen Ressourcen.

Wenn du bewusst Ruhe einplanst, deine Grenzen kennst (und kommunizierst) und sozialen Druck rausnimmst, machst du dir die stressige Zeit ein bisschen leichter. Deine Feiertage müssen nicht „perfekt“ sein, aber du sollst dich auch nicht quälen!

Kennst du die größten Störfaktoren für deinen Zyklus?

Hast du in der (Vor)Weihnachtszeit schon mal Stress, geänderte Schlafenszeiten oder ein Überfluss an Reizen erlebt? Oder weichst du vielleicht von deinen Essgewohnheiten ab und hast mehr soziale Verpflichtungen? All das entspricht nicht der Norm deines Alltags und kann als Störfaktor für deine mentale Gesundheit und deinen Zyklus wirken. Als Gewohnheitswesen profitieren wir nämlich (körperlich wie mental) stark von Routinen und regelmäßigen Abläufen.

Spätere Nächte oder unregelmäßige Schlafenszeiten können zu weniger Tiefschlafphasen führen, wodurch deine Reizbarkeit steigen und deine Konzentration sinken kann. Gerade die Tiefschlafphasen sind essenziell für deine körperliche und mentale Erholung. Neben Schlafzeitverschiebungen beeinflussen auch Ernährung und Stress deine Schlafqualität. Späte, schwere Mahlzeiten sowie Alkoholkonsum lassen deinen Körper im Schlaf arbeiten, statt zu rasten. Auch Stress (negativer sowie positiver) beeinflusst deinen Schlaf. Dabei reicht es schon, wenn deine eigenen Erwartungshaltungen wie „alles muss schön sein“ oder soziale Verpflichtungen dein Nervensystem länger aktiv halten.

Vielleicht bekommst du auch das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren oder das Bedürfnis nach mehr Ruhe – das ist oft auf fehlende Routinen zurückzuführen. Mit weniger Tageslicht (in Linz wurde diesen Dezember keine einzige Stunde Sonnenschein verzeichnet), vielen sozialen Verpflichtungen und den vorweihnachtlichen Stress haben Bewegung und Pausen für dich eventuell weniger Priorität. Dabei können genau diese beiden Maßnahmen innere Unruhe und Spannungsgefühle vermeiden oder zumindest entgegenwirken.

All das wirkt sich spürbar auf deinen Zyklus in der Weihnachtszeit aus und typische Symptome wie Krämpfe oder PMS können dadurch stärker auffallen. Diese Signale verdienen deine Aufmerksamkeit – sie sind kein Zufall, sondern Rückmeldung deines Körpers.

Was kann jetzt helfen?

Es hilft, nicht gegen deinen Körper zu arbeiten, sondern seine Signale einzuordnen – er arbeitet nicht gegen dich, sondern für dich. Eine schlanke Planung und reduzierte Verpflichtungen können dich bereits spürbar entlasten. Du kannst auch versuchen zwischen Terminen und Ereignissen bewusst Pausen einzuplanen, statt von einem zum nächsten zu stolpern – das kann auch dein Nervensystem entlasten.

Leichte Bewegung wie Mobility oder Spazieren kann dir auch helfen, Anspannungen zu lösen. Der Fokus liegt dabei eher auf Durchblutung und Herzkreislauf als auf Intensität. Außer natürlich, du hast aufgestauten Frust, den du abbauen möchtest – da spricht nichts gegen ein HIIT-Workout, um mental zu entspannen. Entscheidend ist, dass dir Bewegung Energie gibt und nicht nimmt.

Beobachte, wie sich Stimmung und Energie verändern. So kannst du frühzeitig auf Überforderungen reagieren und schnell gegensteuern. Erlaube dir, Bedürfnisse klar auszusprechen und Grenzen zu setzen. Besonders bei Familie lassen wir oft mehr durchgehen, als uns lieb ist. Wenn du merkst, dass es kippt, kann kurzer Abstand helfen, die eigene Stimmung einzuordnen und sie klar zu kommunizieren – oft ist mehr Verständnis da, als man selbst annimmt. Gestalte dir deine Feiertage so, dass sie sich für dich stimmig anfühlen.

Wir wünschen dir eine möglichst erholsame Weihnachtszeit.

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